Perspektive Europa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SlowenienBayern
Regionen mit Zukunft

 

 
WETTBEWERB 2004

 

Was unterscheidet die beiden Gebiete?
Was soll sich in Zukunft in den Gebieten ändern?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autorenteam:

DSD-Arbeitsgruppe, 10. Jahrgangsstufe, Klasse 2 F, Gymnasium Ptuj

Projektidee und –Leitung: Andrej Slana

Interviewpartner:  Benjamin Fras, 10. Klasse Staatl. Wirtschaftsschule Freising

Betreuung: Gerald Huehner

 

 

Perspektive Europa

 

 

 

Inhaltsverzeichnis



1.       Schulwesen

2.    Beziehungen der Menschen untereinander

3.    Familien

4.    Verhältnis zu anderen Nationen

5.    Arbeitswelt

6.    Verhältnis zur Umwelt

7.    Politik

8.    Das Gesundheitswesen

9.    Verhältnis zu den Schwachen in der Gesellschaft

 

 

10.Wie können wir Jugendliche zur Zukunftsgestaltung beitragen?

a.     Wie sehen sich bayrische/deutsche Jugendliche

b.     Was sind unsere gemeinsamen Zukunftsaufgaben?

11. Persönliche Motivation

12.Vorgehensweise

13.Quellen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Perspektive Europa

 

 

 

 

 

 

  1. Das Schulwesen
    Das Schulwesen in Bayern unterscheidet sich wesentlich dem in Slowenien. In Slowenien gibt es eine 9 Jahre lange Pflicht Grundschule, danach gibt es die Möglichkeit eine Berufsausbildung zu beginnen oder an eine weiterführende Schule, z. B. Gymnasium zu gehen. Es gibt aber auch Schulen, vergleichbar in Bayern mit der Wirtschaftsschule und medizinischer Schule, allerdings hat man nach Abschluss dieser Schulen einen Beruf, man ist „Wirtschaftler“ oder Mediziner. Trotzdem ist dieses System meiner Ansicht nach veraltet und nicht das flexibelste.


    (Aufbau des Schulsystems in Slowenien; Quellenangabe s.u.)

 

Besser ist der Unterrichtsaufbau in Bayern. Dort besuchen die Kinder 4 Jahre die Grundschule. Sind die Leistungen gut bzw. sehr gut können sie jetzt schon auf ein Gymnasium übertreten. Das hat zum einen den Vorteil, dass hochbegabte Schüler schneller gefördert werden. Auch nach der 5. Klasse besteht die Möglichkeit auf ein Gymnasium gehen, selbstverständlich müssen dazu die Noten im Bereich „gut“ liegen. Allerdings müssen die Schüler dann im Gymnasium die 5 Klasse wiederholen. Es gibt selbstverständlich mehrere Gymnasien mit verschiedenen Schwerpunkten, z. B. Mathematik oder Kunst. Um das Gymnasium mit Erfolg abzuschließen, muss man in der 13. Klasse die Abschlussprüfung (Abitur) bestehen. Eine andere Möglichkeit bieten Realschulen und Wirtschaftsschulen. Man kann nach der 6 oder 7 Klasse auf diese Schule übertreten. Realschulen haben den Schwerpunkt Naturwissenschaften, sind aber einfacher als Gymnasien. Wirtschaftsschulen beschäftigen sich, wie der Name schon sagt, mit Wirtschaft. Die Schwerpunkte liegen in der Wirtschaft, Politik und Handel, deshalb wurde sie früher Handelsschule genannt. Real- und Wirtschaftsschulen besucht man i. d. R. 4 Jahre, es gibt aber auch Ausnahmen, wie z. B. 2-stufigen Wirtschaftsschulen. Besteht man die Abschlussprüfung dieser Schulen, hat man den mittleren Bildungsabschluss. Nach dem mittleren Bildungsabschluss gibt es immer noch mehrere Möglichkeiten. Man kann eine Berufsausbildung beginnen, oder man besucht die Fachoberschule, auch FOS genannt. Der Notendurchschnitt für die FOS beträgt 3,33. Hier muss man sich nun für einen Bildungszweig entscheiden, zwischen Wirtschaftszweig und dem technischen Zweig, wobei der technische Zweig oft deutlich schwieriger ist. Schließt man die FOS mit Erfolg ab, hat man Fachabitur. Man kann nun zusätzlich noch die 13. Klasse im Gymnasium besuchen, um den Abitur zu machen. Nach dem Abitur kann man auf einer Universität studieren. Hat man die nötige Begabung für ein Gymnasium und für eine Real- bzw. Wirtschaftsschule muss man 9 Jahre lang die Hauptschule besuchen. Nach der Hauptschule kann man den sog. Quali machen, den qualifizierten Bildungsabschluss. Mit dem Quali kann man nun die 2-stufige Wirtschaftsschule besuchen, und wenn man besteht, hat man ebenso die mittlere Reife. Eine ganz andere alternative bietet die Berufsoberschule (BOS). Diese Schule kann man bei einem abgeschlossenen anerkannten Berufsabschluss besuchen. Wenn man die Abschlussprüfung besteht, hat man ebenfalls Fachabitur. Mit Fachabitur hat man die Möglichkeit zu studieren und sich dementsprechend weiterzubilden. Dies zeigt nun, dass dieses System sehr flexibel ist, man hat so gut wie immer die Möglichkeit sich weiterzubilden.




 

 

  1. Beziehungen der Menschen untereinander
    Die Beziehungen in SLO untereinander sind eigentlich gut. Es gibt in Slowenien sehr wenige Ausländer aus Ungarn und Italien. Zwischen diesen Minderheiten gibt es auch zum Glück keine Schwierigkeiten. In der Religion gibt es im Allgemeinen auch keine Probleme, weil mehr als 80 % Christen sind. Es gab allerdings einen Protest, als es um den Bau einer islamischen Moschee ging. In Bayern gibt es mehr Ausländer, v. a. aus der Türkei. Doch eigentlich ist die Mehrheit in die Gesellschaft gut integriert, es lässt sich aber nicht vermieden, dass sich einige wenige nicht integrieren können. Das ist das größte Problem in einer Gesellschaft, denn diese Menschen werden von der Gesellschaft isoliert. Daraufhin werden viele gewalttätig und werden sogar rechtsextrem. Dies führt zu zahlreichen Tragödien, z. B. letztes Jahr Amoklauf in Erfurt.

  2. Familien
    Die Familien in Deutschland und Slowenien unterscheiden sich wenig, durchschnittlich hat jedes Paar 1 – 2 Kinder. In Zukunft sollte es allerdings mehr Kinder geben, denn die Bevölkerungswachstumsrate sinkt. Außerdem herrscht zurzeit die sog. Zwiebelform in der Gesellschaft, d. h. es gibt viele bzw. mehrere alte Menschen als junge. Das belastet das Sozialwesen, z. B. es stehen nicht genügend Rentengelder zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prebivalstvo in državljani Republike Slovenije po spolu, 30. september 2003

        Population and citizens of the Republic of Slovenia by sex, 30 September 2003

 

Prebivalstvo / Population

Državljani RS / Citizens of the RS

 

skupaj

total

moški

men

ženske

women

skupaj

total

moški

men

ženske

women

SKUPAJ

1 997 919

978 519

1 019 400

1 981 784

960 592

1 021 192

TOTAL

 

 

  1. Verhältnis zu anderen Nationen
    Ein gutes Verhältnis zu anderen Nationen ist die Grundvoraussetzung für Frieden, Verständigung und EU. In Deutschland, auch in Bayern sind die Menschen bereits auf Ausländer und fremde Kulturen mehr oder weniger gewöhnt. Es leben in Deutschland ca. 10 % Ausländer, die meisten kommen aus der Türkei, Italien und aus dem ehemaligen Jugoslawien. Natürlich war es für die Deutschen schwierig, sich daran gewöhnen zu müssen. Doch heutzutage gibt es eigentlich keine größeren Schwierigkeiten. Die Frage ist nun, wie die Menschen in Slowenien darauf reagieren, wenn sie mit Asylanten oder fremden Kulturen konfrontiert werden. Es steht fest, mit dem Eintritt in die EU sind sie verpflichtet einen Anteil der Asylanten anzunehmen. Die letzte Auseinandersetzung ist noch gar nicht so lange her. Die Slowenen protestierten heftig gegen den Bau einer Moschee. Einerseits verständlich, andererseits haben die Bürger bzw. die Einwohner das Recht auf Religionsfreiheit. Doch die Beziehungen zu den Nachbarstaaten, wie z. B. Österreich, Ungarn, Italien sind gut. Und Slowenien bemüht sich auch, ein friedliches Verhältnis mit den Ländern zu haben. Auch zwischen Deutschland und Slowenien gibt es keine Schwierigkeiten. Einziges Problem derzeit ist, der Streit um den Grenzverlauf zwischen Kroatien und Slowenien. Allerdings bin ich der Meinung, dass sich dieser Streit schlichten wird, vielleicht wird es keine eindeutige Einigung geben, aber durch einen Dritten neutralen wird man das Problem lösen können. Im Allgemeinen sollte man die Verhältnisse zwischen den Staaten intensivieren und zusammenarbeiten.

Bevölkerung nach Geschlecht und Staatsangehörigkeit

Gegenstand der Nachweisung

Einheit

2000

2001

2002

 

Einwohner am 31.12.

 1 000

 82 259,5

 82 440,3

82 536,7

männlich

1 000

40 156,5

40 274,7

40 344,9

weiblich

1 000

42 103,0

42 165,6

42 191,8

 

nach Staatsangehörigkeit

Deutsche

1 000

74 992,0

75 122,1

75 188,7

Ausländer/-innen

1 000

7 267,6

7 318,2

7 348,0

darunter:

- Türkei

1 000

1 998,5

 1 947,9

1 912,2

- Jugoslawien 1

1 000

662,5

627,5

591,5

- Italien

1 000

619,1

616,3

609,8

- Griechenland

1 000

365,4

362,7

359,4

- Bosnien und Herzegowina

1 000

156,3

159,0

163,8

- Polen

1 000

301,4

310,4

317,6

- Kroatien

1 000

216,8

223,8

231,0

- Österreich

1 000

187,7

189,0

189,3

- Vereinigte Staaten

1 000

113,6

113,5

112,9

- Mazedonien

1 000

51,8

56,0

58,3

- Slowenien

1 000

18,8

19,4

20,6

 

Gesamtzahl der Ausländer in Bayern 2002

1.160.668

  darunter

 

ehemalige Anwerbestaaten

 

- Griechenland

73.141

- Italien

94.181

- Portugal

9.224

- Spanien

13.017

- Türkei

245.062

- (ehemaliges) Jugoslawien

105.288

 sowie eigenständig registrierte Personen aus den Staaten

 

  Bosnien-Herzegowina

36.136

  Kroatien

49.491

  Slowenien

4.787

  ehem. Jug. Republik Makedonien

7.779

- Marokko

2.520

- Tunesien

3.384

Übrige EU-Staaten

 

Belgien

2.333

Dänemark

2.373

Finnland

2.608

Frankreich

18.512

Großbritannien

20.133

Irland

6.128

Luxemburg

628

Niederlande

8.204

Österreich

89.418

Schweden

3.698

Weitere ausgewählte Herkunftsländer mit mehr als 5.000 Staatsangehörigen in Bayern:

Polen

38.509

USA

27.491

(ehem.) Sowjetunion  

2.119

- Rußland

22.338

- Ukraine

18.512

- Kasachstan

8.204

(ehem.) CSFR

5.080

- Slowakei

6.871

- Tschechien

11.604

Rumänien

23.491

 

Irak

19.857

Ungarn

17.209

Vietnam

12.238

Afghanistan  

8.816

Bulgarien

9.238

China

9.000

Iran

6.993

Schweiz

6.775

Thailand

6.865

Brasilien

5.312

 

 

 

5.   Arbeitswelt
Die Arbeitsplätze sind sowohl in Deutschland als auch in Slowenien ein Problem. In Bayern gibt es in den letzten paar Jahren auch Arbeitsplatzprobleme.  Lange Zeit war Freising die Stadt mit den wenigsten Arbeitslosen in ganz Deutschland. Die Ursachen für die hohe Arbeitslosigkeit ist vor allem die Wirtschaftskrise. In Deutschland gibt es ca. 4 Millionen Arbeitslose, also ca. 5 %. In Slowenien sind es ca. 6 %, also ca. 120.000 Arbeitslose. Die Arbeitslosigkeit kommt den Staat sehr teuer zu stehen, denn 20 % der Gesamtkosten sind die Arbeitslosengelder. Man erhofft sich mit der EU eine Dämpfung der Arbeitslosigkeit in Deutschland auch als in den Beitrittstaaten, denn innerhalb der EU kann jeder leben und arbeiten, wo er möchte. Es besteht für Deutschland allerdings die Gefahr, dass „Billigarbeiter“ aus Polen und Tschechien Arbeitsplätze für Deutsche zunichte machen. Dies ist eine unendliche volkswirtschaftliche Spirale. Man sollte deshalb innerhalb der EU einen einheitlichen Durchschnittslohn schaffen. So würden viele Ausländer in Ihr Heimatland zurückkehren, und die Kriminalitätsrate würde wahrscheinlich auch sinken.



 

Registrierte Arbeitslose

Deutschland

in 1 000

 

insgesamt

  Männer  

  Frauen  

Jugendl. unt.
20 Jahren

Langzeit-
arbeitslose

2004

Feb

4 641

2 890

1 951

73

1 523

 

Jan

4 597

2 649

1 948

69

1 509

2003

Dez

4 317

2 421

1 896

67

1 583

 

Nov

4 184

2 298

1 887

70

1 555

 

Okt

4 152

2 264

1 888

77

1 541

 

Sep

4 207

2 296

1 911

93

1 530

 

 

 

Slowenien

Registrirane brezposelne osebe

 

99035

103.2

97.4

 

unemployed persons

 

 

 

 

 

  1. Verhältnis zur Umwelt
    Deutschland als auch Bayern, legt viel Wert auf Umweltschutz. Umweltsünder werden deshalb auch hart bestraft. Mülltrennung gehört in Bayern schon seit 1991 zur Selbstverständlichkeit. Auch moderne Müllentsorgungsanlagen sind in Bayern ein Muss. Die Stromherstellung erfolgt auch umweltfreundlich, v. a. mit Wasserkraftwerken, modernen Atomkraftwerken und in letzter Zeit auch mit Windrädern. An manchen Stellen konnte ich auch z. B. Autobahn A92 Solaranlagen beobachten. In Bayern gibt es auch in jeder Stadt Kläranlangen und Wasseraufbereitungsanlagen, um die Flüsse und Seen weniger zu belasten. Außerdem werden für Fahrzeuge mit modernen Katalysatoren geringere Steuern erhoben, Automobile mit verbleitem Benzin sind seit ca. 1988 verboten. Aber auch alte Heizungsanlagen müssen manche Einwohner durch neue ersetzen, wer Solarkollektoren kauft, bekommt außerdem noch eine Unterstützung vom Staat. Das gleiche gilt für Unternehmen, moderne Technik, die die Umwelt weniger belastet wird mit Subventionen belohnt. In Slowenien wurde der Umweltschutz schon intensiviert, allerdings muss noch viel getan werden. Deshalb werden nun in vielen Städten Kläranlagen gebaut. Auch das Gesetz für den Umweltschutz wurde an die Europäische Richtlinie angepasst. Außerdem gibt es keine Subventionen für abgasarme Fahrzeuge. Man müsste außerdem mehrere, modernere Abfallanlagen anschaffen und die Mülltrennung einführen.

 

 

Investitionen für den Umweltschutz in Unternehmen des
Produzierenden Gewerbes

(ohne Baugewerbe)
nach Umweltbereichen in

 EUR 1 000

Jahr

Insgesamt

darunter

Abfall-
wirtschaft

Gewässer-
schutz

Lärmbe-
kämpfung

Luftrein-
haltung

1992 1

3 245 113

412 136

914 454

118 750

1 799 773

1993 1

3 201 196

503 942

793 722

89 914

1 813 617

1994 1

3 024 773

355 566

723 920

82 515

1 862 772

1995 1

2 557 095

300 200

684 123

105 744

1 467 027

1996

2 597 834

323 985

667 445

91 086

1 468 641

1997

1 855 415

260 993

632 225

96 788

828 477

1998

1 680 832

240 859

615 466

98 778

679 635

1999

1 810 598

333 684

608 792

90 883

730 764

2000 2

1 624 209

213 616

554 516

91 753

714 354

2001 2

1 611 994

213 080

518 654

95 168

749 441


 

 

  1. Politik
    Die Bundesregierung in Deutschland besteht aus einer Koalition zwischen den Grünen Bündnis 90 und der SPD. Gerhard Schröder wurde letztes Jahr auch wieder zum Bundeskanzler gewählt. Der Staatspräsident ist Johannes Rau. In Bayern hat die Partei CSU die absolute Mehrheit und der bayrische Ministerpräsident ist Edmund Stoiber. Auch in der Politik sollten sich gleiche Interessen zwischen Slowenien und Bayern finden, um enger zusammenzuarbeiten, wie z. B. Der Hauptgeflügellieferant „Perutnina“ aus Ptuj für das Münchener Oktoberfest. Leider sind viele Bürger Bayerns nicht gerade ausländerfreundlich, dies sollte sich auch ändern mit verschiedenen Projekten mit dem Ausland. Slowenischer Staatspräsident ist Dr. Janez Drnovšek, die regierende Partei ist LDS (Liberaldemokratische Partei). Slowenien ist eine Republik, die Regierungsform ist daher eine parlamentarische Demokratie. Man könnte vielleicht eine einheitliche Europäische Partei entwickeln, die dann in allen europäischen Mitgliedsstaaten vertreten wäre. So könnte man am einfachsten die Zusammenarbeit und die Interessen zwischen den Ländern ermöglichen.
     

 

 

 

  1. Das Gesundheitswesen
    Das Gesundheitswesen in Deutschland und in Bayern ist gut organisiert. Es gibt in jeder Stadt ein Krankenhaus, und in jeder größeren Stadt ein Spital. Es gibt auch zahlreiche Spezialkliniken für verschiedene Krankheiten, z. B. das Dominikus-Krankenhaus in Berlin, das für Herzoperationen spezialisiert ist. Das Rettungssystem ist in Bayern äußerst gut ausgeprägt, vor allem in den Städten, es gibt in fast jedem Krankenhaus einen Hubschrauber. Allerdings sinken die Leistungen der Krankenkassen, aber die Beträge steigen. Inzwischen muss für jeden Arztbesuch 10,00 EUR in bar bezahlt werden, die Kosten für Medikamente müssen auch von dem Patienten getragen werden. In Slowenien ist die medizinische Versorgung in den Großstädten zufriedenstellend, fernab von Hauptverkehrswegen eher schwach ausgeprägt. Das Rettungssystem funktioniert allgemein relativ gut. Notfälle müssen meist in den Großkliniken Maribor und Ljubljana durchgeführt werden. Dort sind auch alle modernen Untersuchungsmethoden und –geräte vorhanden. Man sollte in Slowenien mehrere Krankenhäuser einrichten, v. a. in den schwach ausgeprägten Gebieten. Man sollte außerdem bessere Rettungswege schaffen. Die Zusammenarbeit zwischen deutschen Krankenkassen mit den slowenischen Kliniken und Ärzten und umgekehrt wäre wünschenswert, um Bezahlungen zu vereinfachen, d. h. keine lästigen Formulare mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




  1. andere Bundesländer wurden aufgrund der Übersicht entfernt

Krankenhäuser nach Bundesländern
Deutschland
2001

Bundesland

Kranken-
häuser

Aufgestellte
Betten

Stationär
Behandelte

Pflegetage

Durch-
schnittliche
Verweil-
dauer

Durch-
schnittliche
Betten-
aus-
lastung

Anzahl

Anzahl

Anzahl

1000

Tage

%

Baden-
Württemberg

321

64 017

1 865 442

18 499

9,9

79,2

Bayern

407

83 138

2 529 231

24 876

9,8

82,0

Berlin

70

22 620

661 079

6 696

10,1

81,1

Brandenburg

53

16 134

492 510

4 842

9,8

82,2

 

 

 

  1. Verhältnis zu den Schwachen in der Gesellschaft
    Es gibt in einer Gesellschaft immer Bevölkerungsschichten, wie in Bayern als auch in Slowenien. Man sollte die Schwachen in der Gesellschaft in Zukunft respektieren, ihnen die Möglichkeit zu geben sich zu stärken und nicht unterdrücken und „ausbeuten“. Mit der EU-Erweiterung wird es solch eine Situation geben, Deutschland, Frankreich, usw. sind die Starken in der Gesellschaft, die Slowenien, Polen, etc. gehören zu den Schwachen. Doch falls 2007 Rumänien zur EU beitreten sollte, gäbe es noch schwächere. Die Starken in der EU sollten die Schwachen unterstützen, damit sie sich eine stabile Wirtschaft und Politik aufbauen können. In der EU sollte es keine großen Unterschiede geben, allerdings lassen sich diese nicht vermeiden, denn schon in der Landesgröße z. B. Deutschland und Slowenien gibt es Unterschiede. Und ein Land mit größerer Fläche und mehr Menschen hat andere Möglichkeiten.

 

 

 

10. Was kann ich als Jugendlicher für die Zukunftsgestaltung beitragen?

 

Die Jugendlichen in Bayern und in Deutschland sehen sich als modern und zukunftsorientiert. Sie sind in einem demokratischen und wohlhabenden Staat aufgewachsen, sie kennen das europäische Währungssystem und sind uns einen Schritt voraus. Die bayerischen Jugendlichen sind bereit uns zu akzeptieren, wenn wir uns der deutschen Lebensform anpassen. Andernfalls würden wir wahrscheinlich von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Die Jugend in Deutschland hat auch viel bessere Bildungsmöglichkeiten als wir. Schon allein die deutsche Sprache schafft ihnen ein Vorteil. Außerdem haben nicht wenige bessere Lebensqualität als wir. Allerdings ist die deutsche Jugend auf ausländische Jugendliche gewöhnt, da es ca. 10 % Ausländer in Deutschland gibt. Doch die deutschen Jugendlichen sehen sich uns überlegen, machen gerne Vorurteile, obwohl sie uns gar nicht kennen.

Unsere gemeinsamen Zukunftsaufgaben sind vor allem, sich gegenseitig kennen zu lernen und zusammenzuarbeiten. Das sollte schon in der Schule anfangen; Deutschland setzt sich sehr für die Deutschlerner im Ausland ein, ein Bespiel wäre DASAN. Denn wenn man ein Volk persönlich kennt, unterlässt man Vorurteile. Gemeinsame Projekte und Programme würden die Verständigung vereinfachen. Wir sollten außerdem die Möglichkeit haben unserer Bräuche und unsere Sprache in Deutschland zu präsentieren. Wir müssen uns gegenseitig respektieren, denn nur dann ist eine Zusammenarbeit möglich. Gemeinsam sind wir stark!

 

 

11. Persönliche Motivation zu dieser Arbeit

 

 

Ich war sehr motiviert dieses Projekt zu erstellen, weil ich schon mehrere Male in Deutschland, genauer gesagt in Bayern gewesen bin. In der bayerischen Landeshauptstadt München konnte ich die wenigen Unterschiede zwischen Slowenien und Bayern miterleben, z. B. an Schulen, Verhaltensweisen der Menschen und allgemein den Alltag. Dort bin ich mit einem bayerischen Schüler slowenischstämmiger Familie zusammengekommen. Als ich auf der DASAN Homepage – www.dasan.de/gimptuj - das Projekt „Perspektive Europa“ entdeckte, sah ich endlich die Möglichkeit, meine eigene Erfahrung und Zukunftsvorstellung zu präsentieren. Der bayerische Schüler, besucht in Freising die 10. Klasse der Staatlichen Wirtschaftsschule und war freundlicherweise bereit, mir alle von mir erfragten Informationen zu seiner Stadt, zu München, Bayern und Deutschland zu geben

 

 

12. Vorgehensweise

 

 

Zunächst einmal habe ich mir überlegt, welche Schwerpunkte ich bearbeiten möchte. Das war nicht so einfach, ich musste zuerst Ideen und überzeugende Argumente finden. Als ich meine Fragen und Schwerpunkte aufgeschrieben hatte, bat ich Benjamin Fras um Mithilfe. Freundlicherweise war er bereit mir bei dem Projekt Fragen zu beantworten und die Situation in Deutschland zu erklären. Wir haben einige Chatstunden, Konferenzen und Interviews hinter uns. Als wir alle nötigen Informationen parat hatten, machte ich mich ans Schreiben. Ich habe nicht wenige Stunden meiner Freizeit für das Projekt geopfert, ich war ständig auf der Suche nach aussagekräftigen Bildern sowie Tatsachen über Deutschland und Slowenien. Allerdings war ich ziemlich unter Zeitdruck, da ich auch den Unterrichtsstoff des Gymnasiums lernen musste. Letztendlich hat mir dieses Projekt aber riesigen Spaß gemacht, und ich denke, dass ich der deutschen Sprache wieder näher gekommen bin.

 

13. Quellen

 

 

Alle Fotos sind von diversen Internetseiten und Wordcliparts, Statistiken sind vom statistischen Bundesamt.
Textquellen sind von: Der Bundesregierung, Auswärtiges Amt, Kultusministerium Bayern, IAB, EIZ Niedersachsen, Šolstvo Maribor, Statistični Urad Slovenije.