DEUTSCH:

 

 

 

 

  Kultur und Zivilisation

 

 

 

 

Lehrplan für “Europa Klassen“ an Gymnasien

(Entwurf)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juni 2004

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Beschreibung des Faches

 

»Kultur und Zivilisation« ist ein Wahlfach, das als Erweiterung und Ergänzung der bestehenden Lahrpläne für die erste oder zweite FS für Gymnasien konzipiert ist. Das Fach findet in der 3. und 4. Klasse der »Europa Klassen« seinen Platz. Der Umfang des Faches unterscheidet sich hinsichtlich desVorwissens, auf dem es aufgebaut ist. In der 3. Klasse umfasst es 70 WS für die 1.FS und 35 WS für die 2.FS (in diesem Fall ist der Umfang des Faches »Slowenien in Welt« größer, weil dabei noch immer die Entwicklung der sprachlichen Kompetenz, vor allem der Sprechfertigkeit, das Lernziel darstellt). In der 4. Klasse ist der Umfang flexibel (35 bis 70 WS), weil der Vorbereitung auf das Abitur Vorrang gegeben wird.

 

Das Fach »Kultur und Zivilisation« ist fachübergreifend und verbindet sich mit anderen Fächern im Unterrichtsprogramm (Slowenisch, Geschichte, Geographie, Kunst usw.); insbesondere ist es aber mit anderen Wahlfächern in den »Europa Klassen« veknüpft. In der 3. Klasse verbindet es sich mit dem Fach »Deutsch: Slowenien in der Welt« und mit der interdisziplinären Projektarbeit, die in dieser Klasse zum Pflichtprogramm der Schüler gehört. In der 4.Klasse gibt es die engste Verbindung mit dem Fach »Europäische Studien« und in vergleichender Weise auch mit dem Fach »Slowenische Literatur und Übersetzungen«.

 

Die Aufteilung der Wahlfächer in den europäischen Klassen, die Stelle der zusätzlichen zwei FS-Module  und ihre Verknüpfung mit anderen Wahlfächern und anderen Neuheiten in den »Europa Klassen« (internationale Zusammenarbeit, Projektarbeit) ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:  

 

 

JAHRGANG/Fach

1. FS

2. FS

modul

verknüpfungen

Jahresstunden

1.

35

35

 

FS

modul II.

DEUTSCH:

Slowenien

in der Welt

 

2.

105

105

 

internationale Zusammenarbeit

·        gesellschaftl. rolle des  slowenischen

35

35

3.

35

70

 

Projekarbeit

70

35 - 70

 

fs

modul III.

DEUTSCH:

Kultur und zivilisation

·        europäische studien

35

0 - 35

4.

35 - 70

35 - 70

 

Anm.:

Schüler

wählen die Stundenzahl

 

·        europäische studien

35 - 70

35 - 70

·        slowenische Literatur und übersetzungen

0 – 35

0 - 35

 

 

2. Allgemeine und operative Ziele des Faches

 

2.1 Allgemeine Ziele

 

Die Schüler/innen entfalten mit dem Lernen der FS die ganzheitliche Fähigkeit für interkulturelle und mehrsprachige Kommunikation. Für das Fach »Kultur und Zivilisation« sind zwar noch immer alle allgemeinen Ziele gültig, die im Grundlehrplan für die FS in Gymnasien festgelegt sind, jedoch tritt hier der Inhalt nach dem Prinzip CLIL (content & language integrated learning) bzw. LTC (language through content) in den Vordergrund. Die Sprache wird zum Mittel für das Kennenlernen, Verständnis und den Erwerb der Kenntnisse über die Kultur und Zivilisation der Länder der Zielsprache und nicht das eigentliche Ziel des Lernens.

 

 

2.2 Operative Ziele

 

Die Schüler/innen

·        entwickeln interkulturelle kommunikative Fähigkeiten mit Nachdruck auf dem Kennenlernen von Lebensgewohnheiten und Bräuchen der Einwohner Europas;

·        entdecken die sprachliche und kulturelle Vielfalt ihrer engeren und breiteren Lebensumwelt, entwickeln eine positive und tolerante Beziehung zum Anderssein und sind sich der Bedeutung ihrer eigenen Kultur und Sprache bewusst;

·        vergleichen verschiedenes Kulturerbe in ihrer engeren und breiteren Lebensumwelt und stellen die Verknüpfung/die Verflechtungen der Kulturen fest;

·        bewerten ihre Sprachkenntnisse in der unmittelbaren und  mittelbaren Kommunikation;

·        entwickeln entsprechende Lernstrategien zum souveränen Ausdruck ihrer Stellungnahmen.

 

3.     INHALTE

 

3. Klasse: 1 - 2 WS, 35 – 70 JS

 

Inhalte

Mögliche Tätigkeiten

vergleichende Aspekte

Verbreitung der deutschen Sprache in Europa und in der Welt

§         Deutsch als Muttersprache der meisten Einwohner im vereinten Europa

§         Deutsch als eine von 65 Sprachen in Europa

 

§         Verbreitung des Deutschen hinsichtlich der anderen Weltsprachen (2,1%)

 

 

Schüler:

 

§         suchen auf der Landkarte die Staaten, in denen Deutsch Amts- oder Verkehrssprache ist

§         drücken in Form einer Mind-Map ihre Kenntnisse über Deutsch aus (Vorurteile) – was verbinden sie mit „Deutsch“

§         fertigen eine Collage für jedes deutschsprachige Land an

 

§         erforschen den internationalen Gebrauch des Deutschen, Verbreitung als zweite FS

 

§         stellen mittels einer Umfrage fest, welches die Rolle der deutschen Sprache heutzutage in Slowenien ist (wie viele Leute, welche Altersgruppen beherrschen Deutsch, in welchen Berufen und Studiengängen sind Deutschkenntnisse nötig)

 

§         vergleichen anhand von Quellen die Verbreitung der deutschen Sprache im Bezug auf andere europäische Sprachen

 

 

 

§         Slowenisch als eine von  65 Sprachen Europas

§         Gebiete, auf denen Einwohner außerhalb Sloweniens  Slowenisch sprechen

 

 

 

Einfluss der deutschen Sprache auf die slowenische Umgangssprache – Lehnwörter, Germanismen

 

 Schüler:

§         erinnern sich an Dialektwörter, die ihrer Meinung nach aus dem Deutschen stammen

 

§         führen Interviews mit Angehörigen verschiedener Generationen darüber, welche Germanismen sie verwenden

 

§         notieren die Germanismen

 

§         versuchen mit Wörterbüchern das ursprüngliche deutsche Wort und das slowenische Standardwort festzustellen

 

§         gestalten mit den gesammelten Materialien ein Glossar

§         versuchen anhand der Materialien festzustellen, wie diese Wörter übertragen wurden und ob/wie sie schon in den allgemeinen Sprachgebrauch aufgenommen sind

§         erforschen, sammeln und ordnen Sprüche und Sprichwörter

§         analysieren das gesammelte Material, ordnen die Wörter in Bezug auf Hypernyme (z.B.: Lebensmittel, Werkzeug … )

 

Staaten, in denen Deutsch erste Sprache / Muttersprache ist und Staaten, in denen der Großteil der Einwohner deutsch spricht

 

§         geographische Lage, Regionen, Bundesländer

 

§         Hauptstädte, Staatssymbole, Nationalhymnen (D,A,CH, FL)

 

§         kurzer geschichtlicher Überblick (D,A,CH, FL)

 

§         2. Weltkrieg und seine Auswirkungen in Europa

 

§         zwei deutsche Staaten

 

§         Vereinigung Deutschlands

 

§         Deutschland vor und nach der Wende

 

§         politische Ordnung (D,A,CH, FL)

 

§         Eingliederung in die EU  (D,A,CH, FL)

 

§         Wirtschaft (D,A,CH, FL)

 

 

 

Schüler:

 

§         verwenden verschiedene Quellen  (Enzyklopädien, Internet, Broschüren, Prospekte … )  und stellen damit fest, in welchen Staaten Deutsch die erste Sprache ist (D, A, CH, FL)

 

§         stehen im Briefwechsel mit  Altersgenossen aus diesen Ländern

 

§         sammeln Wort- und Bildmaterial in deutscher und slowenischer Sprache

 

§         erinnern sich daran, was sie über die erwähnten Länder schon bei anderen Fächern gelernt haben (Geographie, Geschichte, Slowenisch, Musik, Kunst …)

 

§         sehen sich Filme an; u.a.:  "Good bye Lenin" an

 

§         stellen mit Hilfe von verschiedenen Quellen  (Enzyklopädien, Internet, Broschüren, Prospekte …)  fest, in welchen Ländern der Großteil der Einwohner Deutsch als Erst- oder Zweitsprache verwendet

 

§         vergleichen deutschsprachige Länder miteinander (Größe, politische Ordnung, Wirtschaft …)

 

§         verfolgen aktuelle Ereignisse in diesen Ländern

 

§         stellen ein Quiz über diese Länder zusammen (D,A,CH. FL)

 

 

 

§         geographische Lage  Sloweniens

 

§         seine Regionen

 

§         größere Städte, Staatssymbole, Nationalhymne

 

§         Slowenien zur Zeit des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs

 

§         Kampf um Selbstständigkeit Sloweniens

 

§         Slowenien vor und nach der Verselbständigung

§         politische Ordnung Sloweniens

§         Beitritt  SLO  zur  EU

 

§         slowenische Wirtschaft



 

Einwohner deutschsprachiger Länder

 

§         häufigste Vorurteile über diese Länder

§         bekannte Persönlichkeiten auf aus den Bereichen  der Geschichte, Kultur, Wissenschaft, des Sports und Films, der Medien …

§         Freizeitgestaltung

§         Essen und Trinken

§         Wohnkultur

§         Sitten und Bräuche

§         Mythen und Sagen

§         Feiertage

 

 

Schüler:

§         stellen mit Hilfe einer Umfrage unter  Altersgenossen fest, welche die häufigsten Vorurteile über die Einwohner von deutschsprachigen Ländern sind, analysieren sie und versuchen sie zu erklären

 

§         erinnern sich an bekannte Namen aus den Bereichen der Geschichte, Kultur, Wissenschaft, des Sports und stellen fest, warum sie bedeutend sind

 

§         sehen sich einen Film an, in dem einer von den bekannten Schauspielern spielt oder einen Dokumentarfilm über eine berühmte Persönlichkeit

 

§         erforschen, wie Einwohner einzelner Länder, vor allem Jugendliche, die Freizeit verbringen, welcher Sport zur Zeit am beliebtesten ist

§         erweitern ihre Kenntnisse, indem sie  typische Gerichte in verschiedenen Ländern und Regionen vergleichen, stellen fest, ob sich Essens-gewohnheiten Deutscher, Österreicher und Schweizer im Wesentlichen von den slowenischen unterscheiden, beschreiben Essensgewohnheiten ihrer Altersgenossen, denen sie im Rahmen internationaler „deutscher, österreichischer und Schweizer Küche“ begegnen; für dieses Treffen bereiten sie selbst typische Gerichte für einzelne Länder bzw. Regionen zu

§         beschreiben die Wohnung der Familie, bei der sie während des Austausches gewohnt haben, vergleichen miteinander die Beschreibungen

§         organisieren einen Abend „deutscher Wohnkultur“ und vergleichen die Wohnkultur mit der slowenischen; suchen Ähnlichkeiten und Unterschiede

§         zählen die wichtigsten Feiertage auf und vergleichen  sie mit den slowenischen (was, wann und wie gefeiert wird)

§         beschreiben Sitten und Bräuche in Deutschland, Österreich und in der Schweiz und vergleichen sie mit denen in Slowenien

 

§         häufigste Vorurteile über Slowenien bzw. Einwohner einzelner Regionen

 

§         berühmte Slowenen

 

§         Wie verbringen Slowenen ihre Freizeit?

 

§         slowenische Küche

 

§         Wohnkultur in Slowenien

 

§         Sitten und Bräuche in Slowenien

§         Feiertage in Slowenien

 
Thema nach der Wahl der Schüler und der Lehrkraft

 

 
Produkte und Aktivitäten werden in einer Broschüre und/oder auf der Website der Schule  vorgestellt.

 

 

 

 

 


4. Klasse: 1 - 2 WS, 35 – 70 JS

 

Inhalte

Mögliche Tätigkeiten

vergleichende Aspekte

 

Medien in D, A, CH, FL

Schüler:

§         stellen mit Hilfe der TV-Programme die Vielfalt der elektronischen Medien in D,A, CH, FL fest

§         vergleichen die TV-Programme in D, A, CH, FL mit den slowenischen

§         sehen sich zusammen Ausschnitte  aus verschiedenen deutschsprachigen TV-Sendungen an, analysieren sie, vergleichen sie und werten sie kritisch aus

§         stellen ihre beliebtesten deutschsprachigen Sendungen vor, begründen ihre Auswahl

§         simulieren in der Klasse eine Talk-Show  zum Thema ihrer Wahl

§         vergleichen verschiedene Zeitungen aus D, A,CH, FL  in Bezug auf den  Umfang und den Inhalt der Artikel  und den Stil

§         geben selbst eine Zeitung in deutscher Sprache heraus

§         recherchieren mit Hilfe des Internets  unterschiedlichste Informationen  in deutscher Sprache

§         elektronische Medien in Slowenien

§         Zeitungen und Zeitschriften in slowenischer Sprache

§         Massenmedien der slowenischen Minderheit in Österreich; Rundfunk- und Fernsehprogramme für Auslands-slowenen


 

Einfluss anderer Sprachen vor allem des Englischen auf das heutige Deutsch

 

Schüler:

 

§         erinnern sich an englische Ausdrücke, die sie im Gespräch mit anderen Jugendlichen oder in Medien gehört haben

 

§         finden in einem Text, z.B. einem deutschen Jugendmagazin, Wörter und Wendungen, die aus dem Englischen übernommen sind

 

§         versuchen beim Sehen einer Jugendsendung (z. B. "Talk-Show") festzustellen, welche aus dem Englischen übernommenen Wörter von deutschsprachigen Jugendlichen verwendet werden

 

§         ordnen das gesammelte Material   in einem Glossar

 

§         diskutieren über Vor- und Nachteile solcher Wortübernahme

 

§         diskutieren die weitere Entwicklung und mögliche Folgen

 

§         englische Ausdrücke in der slowenischen Sprache, insbesondere in der Jugendsprache

 

Slowenen in deutschsprachigen Ländern

 

§         slowenische Minderheit im österreichischen Kärnten

 

§         Slowenen, die in Deutschland, Österreich und in der  Schweiz leben und arbeiten

 

§         die zweite bzw. dritte Generation von Slowenen in Deutschland, Österreich und in der  Schweiz

 

Schüler:

§         führen ein Interview mit einem Slowenen / einer Slowenin, der/die länger   in einem deutschsprachigen Land gelebt hat

§         treten durch Internet in Kontakt mit Jugendlichen in D, A, CH, FL, deren Eltern aus Slowenien stammen

§         laden einen oder mehrere Kärntner Slowenen auf ein Gespräch ein und stellen Fragen  über die Lage der slowenischen Minderheit in Kärnten und über ihr kulturelles Leben

§         lesen ein Buch von einem slowenisch schreibenden Autor (z.B.: Florijan Lipuš)

§         stellen fest, wann und warum Slowenen ins Ausland gezogen sind, wo sie Beschäftigung gefunden haben, welche Bildung sie hatten, aus welchen Teilen Sloweniens sie fortgingen, um im Ausland Arbeit zu suchen, wie sie sich in die dortige Gesellschaft integrierten, ob/wie sie untereinander verbunden sind, wo und wie sie miteinander umgehen…

 

§         Bürger aus D,A,CH, FL, die in Slowenien leben und arbeiten

§         diplomatische Vertretungen von D, A, CH, FL in Slowenien

§         Vereine der Auslandsslowenen

 

 

Deutsches Kulturerbe

 

§         Entwicklung der deutschen Schriftsprache

§         Literatur

§         die wichtigsten literarischen Epochen

§         ausgewählte  Texte aus der deutschen Literatur, die auch im europäischen Rahmen bedeutend sind*

 

§         ausgewählte Texte aus der deutschen Literatur, die nicht nur aus literarischer Sicht bedeutend sind, sondern auch zum Kennen Lernen der Kultur und Zivilisation der Zielsprache beitragen

 

§         Musik (klassische, Volksmusik, Popmusik)

§         Bildende Kunst

§         Philosophie

 

Schüler:

 

§         erinnern sich daran, was sie über das Kulturerbe der Zielsprache schon in anderen Fächern gelernt haben (Slowenisch, Musik, Kunst)

§         machen in der Literatur  und in der Entwicklung der Schriftsprache Schnittpunkte slowenischer und deutscher Kultur ausfindig (z.B.: Reformation),

§         lesen und analysieren mindestens 5 kurze literarische Texte (z.B.: Gedichte, Kurzprosa) *

§         veranstalten einen Abend deutscher Poesie

§         veranstalten einen Abend deutscher Musik

§         wählen je ein Werk eines deutschen, österreichischen oder Schweizer Malers aus und stellen es den Mitschülern vor

§         organisieren eine Ausstellung von Reproduktionen deutschsprachiger Maler

§         besuchen eine Galerie oder ein Museum in der Partnerstadt

§         besuchen Veranstaltungen (Literatur- und Musikabende), die vom Goethe-Institut und dem Österreichischen Institut in Ljubljana organisiert werden

§         besuchen den Deutschen Lesesaal in Ljubljana oder den Österreichischen Lesesaal in Maribor

§         verfolgen das Programm der Veranstaltungen slowenischer Theater, Galerien und Museen, die in irgend einer Weise mit der Kultur und Zivilisation deutschsprachiger Länder zusammenhängen

§         suchen deutsche Ausdrücke in den Texten, die im Philosophie-Unterricht behandelt werden (gewöhnlich werden sie nicht übersetzt)

§         sammeln diese Ausdrücke in einem „Philosophie-Glossar"

 

§         Entwicklung der slowenischen Schriftsprache

 

§         slowenische Dichter und Schriftsteller, die in deutscher Sprache geschrieben haben

 

§         literarisches Schaffen der Kärntner Slowenen

 

 

§         Übersetzungen deutscher literarischer Werke ins Slowenische

 

§         Übersetzungen slowenischer Autoren ins Deutsche

 

§         slowenische Komponisten, die im Ausland bekannt sind (z.B. H. Wolf)

 

§         slowenische Schriftsteller, bildende Künstler, Architekten und Musiker, die in deutschsprachigen Ländern studiert und geschaffen haben (z.B. berühmte Slowenen in Wien)

 

§         philosophische Ausdrücke, die auch in slowenischen philosophischen Texten verwendet werden

 
Thema nach der Wahl  der Schüler und der Lehrkraft

 

 
Produkte und Aktivitäten werden in einer Broschüre und/oder auf der Website der Schule  vorgestellt.
 

 

* Es werden solche literarischen Texte gewählt, die sowohl in literarischer Hinsicht bedeutend sind, vor allem aber auch zu Erfahrungen mit  der Kultur und Zivilisation der Zielsprache beitragen.

 

 

4. Didaktische Empfehlungen und Bewertung

 

4.1 Didaktische Empfehlungen

 

In der 3. Klasse hat das Fach „Deutsch: Kultur und Zivilisation“ zum Ziel, dass die Schüler/innen die Entwicklung und Veränderungen der eigenen Sprache erkennen und verstehen, vor allem die soziolinguistischen Prozesse.

 

Der Unterricht gründet auf der selbstständigen Forschungsarbeit der Schüler/innen mit der Unterstützung ihrer Lehrer/innen; das Kennen Lernen  der Themen und Sprache beruht auf dem Vergleich zwischen der slowenischen Sprache und FS, auf der Zusammenarbeit in der Projektarbeit, wobei die Sprache ein Mittel für die eigene Forschung und Analyse ist.

 

Der Nachdruck des Unterrichts liegt in der Entwicklung eines Verständnisses allgemeiner gesellschaftlicher Normen und ist an selbstständiger Arbeit der Schüler/innen orientiert. Die Tätigkeiten sind auf Projekt- und Seminararbeit (Schreiben und Lesen) ausgerichtet.

 

In der 4. Klasse vertiefen die Schüler/innen die in der 3. Klasse erworbenen Kenntnisse.  Sie verstehen politische und wirtschaftliche Trends und Institutionen, die den Prozess der Globalisierung darstellen.

 

Die Schüler/innen forschen weitgehend selbstständig, die Lehrer/innen ermutigen sie zur Informationssuche und geben alle erforderliche Unterstützung. Die Arbeitsformen sind vor allem Forschungsprojekte, Debatten, Schreiben von Berichten (internationale Zusammenarbeit) und deren Vorstellung.

 

 

4.2  Prüfen und Bewerten der Kenntnisse

 

Bei allen Formen der Überprüfung, die unbedingt vor der Bewertung  durchgeführt werden müssen, sollen Lehrer/innen moderne Trends beachten, die Folgendes beinhalten:

·         die unmittelbare Art der Überprüfung (Lehrer/innen verwenden authentische Texte und bewerten die Schülerkenntnisse mittels Antworten auf offene Fragen,  Zusammenfassen von Hör- bzw. Sprechtexten und von kreativem Schreiben);

·         beschreibende Notengebung (Beschreibungen von Mitteilungsleistungen und Notenskalen einzelner Ebenen der Sprachkompetenz);

·         Überprüfung der Beherrschungsebene von Sprechakten in Lebenssituationen (pragmatisches Prüfen);

·        Anwendung vielfältiger Überprüfungsformen (Selbstevaluation und Selbstbewertung, Projektarbeit, Begleiten und Bewerten des Schülerfortschritts hinsichtlich der gestellten Zwischenziele). 

 

Die Überprüfung der Kenntenisse übt eine positive Wirkung auf die intrinsische Motivation aus, wenn und ob sie den Schüler/innen ermöglicht, alle Fähigkeiten zu zeigen und vermittelt ihnen ein Feedback über den Fortschritt in Richtung der gestellten Ziele. Das Prüfen soll deswegen eine positive Erfahrung darstellen, es soll das Selbstvertrauen ausbauen, es soll ein Teil des Dialogs zwischen Lehrer/innen und Schüler/innen sein. Prüfen und Lehren sind eng miteinander verbunden und voneinander abhängig.

 

 

5. Verpflichtende Arten der Prüfung und Bewertung

 

Die Überprüfung der Kenntnisse soll jede Stunde erfolgen, die Bewertung  hängt  jedoch von der Stundenzahl ab: einmal jährlich bei 35 JS, zweimal jährlich bei 70 JS. Bewertet werden schriftliche Produkte, in der 3. Klasse als Projektarbeit.

 

 

6.   Kenntnisse, über die Lehrkräfte verfügen müssen

 

Das Fach „Deutsch: Kultur und Zivilisation“ darf von Personen unterrichtet werden, die ein Universitätsstudium der deutschen Sprache oder der deutschen Sprache und Literatur abgeschlossen haben.

 

 

 

Autorinnen: Katja Pavlič-Škerjanc

                     Marjeta Sreš