Neue Wege von Schulpartnerschaften.de

Schulpartnerschaften.de startete im Oktober 2001 als Initiative des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau mit dem Ziel, mehr Schulpartnerschaften über die innerdeutsche Grenze hinweg zu etablieren. Zwölf Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands sollten möglichst viele junge Menschen aus den östlichen und westlichen Bundesländern Barrieren überwinden und neue Verbindungen knüpfen. Über die Webseite schulpartnerschaften.de wurden Tipps zur gemeinsamen Projektentwicklung, zur weitergehenden Zusammenarbeit und auch zur Finanzierung von Schulpartnerschaften bereitgestellt. Schulen konnten sich registrieren und online eine Partnerschule suchen.

Namhafte Organisationen und Institutionen unterstützten das Vorhaben. Darunter die Bundeszentrale für politische Bildung, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, die Robert Bosch Stiftung, der Deutsche Städtetag sowie Schulen ans Netz e. V.


Die aktive Phase von schulpartnerschaften.de wurde 2004 abgeschlossen und die Domain an Schulen ans Netz e. V. übertragen. Der Verein nutzt die aus dem Programm schulpartnerschaften.de gewonnenen Erfahrungen und integriert sie fortlaufend in seine Arbeit und bei der Entwicklung neuer Projekte.

eTwinning - Schulpartnerschaften in Europa

Von der Europäischen Kommission wurde Schulen ans Netz e.V. mit der nationalen Koordinierung eines Projektes mit ähnlicher Zielrichtung beauftragt: eTwinning. Handelte es sich bei schulpartnerschaften.de um deutsch-deutsche Schulpartnerschaften, geht es bei eTwinning um europäische Schulpartnerschaften.

eTwinning ist die bedeutendste Aktion des eLearning-Programms der Europäischen Kommission und ist Ende September 2004 in den 25 Mitgliedsstaaten der EU sowie in Norwegen und Island angelaufen. eTwinning richtet sich vor allem an Lehrer und unterstützt diese gezielt dabei, internationale Schulpartnerschaften über die Neuen Medien aufzubauen und zu verstärken. Analog zu Städtepartnerschaften sind diese Partnerschaften langfristig und über einzelne Projektkooperationen hinaus angelegt. Neben Lehrern und Schülern beziehen sie auch die anderen Akteure in der Schule mit ein, insbesondere die Schulleitung und die Verwaltung. eTwinning soll ein Qualitätsmerkmal der modernen Schule werden, die kooperativ, partizipativ und international vernetzt ist.

Eine zweite Zielrichtung von eTwinning ist die Schulung von Lehrerinnen und Lehrern. In den nächsten Monaten werden im Rahmen von eTwinning Fortbildungsveranstaltungen in allen Regionen Deutschlands durchgeführt. Inhalt dieser Schulungen sind neben der Vermittlung von IT-Kenntnissen, pädagogische Anforderungen und Möglichkeiten der Arbeit mit Neuen Medien sowie didaktische Aspekte bei der Projektentwicklung.

eTwinning fördert nicht nur die Medienkompetenz der Beteiligten, sondern auch den interkulturellen Dialog und die Entwicklung einer europäischen Identität.

Von der Nationalen Koordinierungsstelle bei Schulen ans Netz e. V. erhalten die Beteiligten die größtmögliche Unterstützung bei der Realisierung ihrer Projekte. Das Spektrum reicht von allgemeinen Informationen und Unterstützung bei der Partnersuche über pädagogische Beratung und Lehrerfortbildung bis zu regionalem und europäischem Erfahrungsaustausch.

Nähere Informationen über eTwinning finden Sie auf dem deutschen Portal www.etwinning.de sowie auf dem europäischen www.etwinning.net.

Die Informationsbroschüre von schulpartnerschaften.de finden Sie hier zum Download. Die Inhalte der ursprünglichen Webseite werden derzeit überarbeitet und auf www.etwinning.de integriert.

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Internationale Schulpartnerschaften


Die internationalen Schulpartnerschaften und Projekte in Niedersachsen werden in einer Datenbank gesammelt und dargestellt. Schulen können selbständig ihre Projekte in den Auftritt integrieren. Hierzu wurde ein Content-Management-System entwickelt, bei dem die Projektverantwortlichen ihre Inhalte online in vorgegebene Seiten eingeben:

Internationale Schulpartnerschaften in  Niedersachsen



Folgende  Organisationen und Institutionen helfen bei der Vermittlung internationaler Schulpartnerschaften oder bieten internationale Lern- und Kommunikationsprojekte für Klassen oder einzelne Schülerinnen und Schüler an:

  1. Windows on the World Windows on the World ist eine Datenbank des British Council (Central Bureau) für weltweite Schulkontakte, die allen Schulen offensteht. Schulen können sich mit ihrem jeweiligen Interessenprofil kostenlos registrieren und mit Hilfe einer Suchfunktion geeignete Partner in außereuropäischen Ländern aufspüren.
     
  2. Email-Kontaktbörsen

Reinhard Donath hat gut beschrieben, was und wie man Informationen zu weltweiten und europäischen Email-Kontakten und Partnerschaftsprojekten bekommen kann.
 

  1. EU-Partnerbörse
    Zur Suche von Partnerschulen für EU-Programme Sokrates und Comenius gibt es eine Datenbank, in die sich jede Schule eintragen und eingetragene Schulen aus europäischen Ländern suchen und ansprechen kann. Siehe auch Donath-Hinweise.

  2. Europäisches Jugendportal
    Jugendseiten zur Vermittlung von Partnerschaften und  Partnern in Europa

5.                      eTwinning - europäische Schulen beschreiten neue Wege der Kooperation . eTwinning will allen europäischen Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit zur projektorientierten Zusammenarbeit eröffnen.

  1. myEUROPE ist ein webbasiertes Projekt, das Lehrer dabei unterstützt, jungen Menschen die Europabürgerschaft näherzubringen. Das Netzwerk bestehend aus mehr als 2600 Schulen versucht mit Hilfe des Internets die Vielfalt Europas in die Klassenzimmer zu bringen.
  2. Unesco Projekt Schulen Das Netz der UNESCO Projekt Schulen bietet sich an, internationale Partnerschaften zu finden und aufzubauen.Zum einen können deutsche Schulen nach Kontakten gefragt werden, zum anderen finden sich auf den internationalen Seiten viele Schulen, die weitere Kontakte vermitteln können.
     
  3. World Links World Links is a global learning network linking thousands of students and teachers around the world via the Internet for collaborative projects and integration of technology into learning. The core "value-added" of World Links is its training program, designed to help teachers and students learn to use information and communication technologies (particularly the Internet) to improve teaching and learning. (bisher :WorLD Global Learning Network der Weltbank)
     
  4.  I*EARN Das Institute for Global Communication (igc) in San Francisco, CA führt über seinen Bildungsserver I*EARN u.a. sogenannte zeitlich begrenzte und betreute Learning Circles mit festen Teilnehmergruppen durch (i.d.R. 6 – 10 Schulen aus allen Erdteile, möglichst gut gestreut). Alle I*EARN Mitglieder können aber auch über diese Learning Circles hinaus an einer Vielzahl von  I*EARN Projekten, Datenbanken und I*EARN Newsgroups patizipieren. Beispiele für diese „learning circles“ finden sich bei der Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim, dort sind auch ganz aktuelle Beispiele mit internationaler Beteiligung aus Afrika und Südamerika dokumentiert.  Hans Georg Henkel, ein Kollege der Schule, hat viele Erfahrungen mit solchen internationalen Learning Circles. "I*EARN-Germany" als Arbeitskreis deutscher Schulen und Institutionen, die bei iEarn teilnehmen wurde 1999 bereits gegründet. Die Mitarbeit in internationalen Learning Circles ist allerdings nicht kostenlos – Preis für eine iEarn Jahresmitgliedschaft z.Z. Euro 18,00 (Info: hans.georg@henkel-hi.de ).
     
  5. TAK(Das Transatlantische Klassenzimmer) Deutsch-amerikanisches Schüleraustauschforum: Adressen und Informationen rund um Schüleraustausch, Diskussionsgruppen und Arbeitsgruppen.
     
  6. THE LEARNING PLACE  Im "Lernort" des Unicef Online-Forums für junge Leute (Voices of Youth) gibt es neben dem Angebot interaktiver Bilder, Puzzles, Spiele und Diskussionen zur Erkundung globaler Probleme auch d e Möglichkeit zur Teilnahme an interaktiven Projekten mit Gruppen rund um die Erde. Ein Lehrer/eine Lehrerin muss die Teilnehmer online anmelden.
     
  7. ePALS Classroom Exchange and the United Nations ePALS widmet sich seit 1996 der Aufgabe, die Verbindung und Kommunikation von Schulklassen weltweit mittels E-Mail und anderen elektronischen Kommunikationsformen, wie z. B. Voice, Video und Chat zu ermöglichen und zu erleichtern. Unsere Datenbank enthält 31.926 Profile von Schulklassen, die von Lehrern eingereicht wurden, die für ihre Klassen ein Email-Austauschprojekt mit anderen Schulklassen mittels ePALS einrichten wollten.
     
  8. The European Schools Project (ESP)  is a project for promoting telecommunication between primary and secondary schools all
    over the world. It was started at the University of Amsterdam (The Netherlands) by Henk Sligte and Aad Nienhuis. There are actually more than 300 participating schools from over 26 countries from all over the world.

     
  9. Kids' Space Connection Hier gibt es viele Adressen für persönliche E-Mail-Partnerschaften, aber auch Klassen aus aller Welt mit Schwerpunkt in den USA suchen Partner.
  10. North-South School Linking Zur Förderung von Nord-Süd-Schulpartnerschaften wurde von fünf europäischen Organisationen ein Projekt begründet, dass Fragestellungen nach der Bedeutung nachhaltiger Entwicklung verfolgt:"importance of education for sustainable development". Darüber hinaus werden folgende Fragen gestellt: Wie kann eine Schul - Partnerschaft zu internationaler Verständigung und globalem Lernen beitragen? Wie kann eine Partnerschaft in das schulische Curriculum eingebunden werden?
         
  11. Interkulturelles Zentrum Wien - international schools project .
    Die Aufgabe des interkulturellen Zentrums besteht  u.a. in der Partnervermittlung in alle Welt, der Fortbildung, der Initiierung internationaler Projekte
  12. Der Verein Initiativen Partnerschaft Eine Welt IP1 vermittelt über seine Mitglieder Kontakte zu niedersächsischen Schulen, die schon Partnerschaften pflegen und weitere Kontakte vermitteln können.
  13. Einen kleinen Einblick in die Vielfältigkeit der niedersächsischen Schulpartnerschaften bietet der Auszug aus der Dokumentation des VEN: Jens Meier: Zahlreich und vielfältig. NordSüd-Partnerschaften in Niedersachsen. Herausgegeben vom Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen, Husarenstraße 27, 30163 Hannover, 1999. Ein bisschen älter, wird zur Zeit überarbeitet.
  14. Viele kreativen Beispiele zur Nord-Süd-Arbeit gibt es beim hamburger Eine-Welt-Schulnetz.
  15. Ausführliche Anregungen zum Aufbau einer Nord-Süd-Partnerschaft sind auf den Seiten von learn-line in Nordrhein-Westfalen, Soest vorhanden.

Nutzen Sie für Ihre eigenen Nachfragen/ Angebote die oben genannten Adressen oder schicken Sie eine Mail an das Sachgebiet Interkulturelle Bildung des NiLS. Wir werden bei der Vermittlung in Kooperation mit IP1 helfen.